Wenn man Zehntausende Ladepunkte verwaltet, kann eine kleine Änderung große Folgen haben. Deshalb testen wir neue Firmware und Integrationen ausführlich, bevor wir sie für Kunden freigeben.
Eneco eMobility gehört zu den größten Charge Point Operators (CPOs) in den Benelux-Ländern. Mit rund 80.000 verwalteten Ladepunkten unterstützt das Unternehmen vor allem gewerbliche EV-Fahrer mit Ladelösungen, Lademanagement und intelligenten Energiediensten. Als Teil der Eneco Gruppe verbindet Eneco eMobility die Wendigkeit einer spezialisierten E-Mobility-Organisation mit der Stärke eines großen Energieunternehmens.
Für diesen Bericht sprachen wir mit Roel Keunen, verantwortlich für das Produktportfolio von Eneco eMobility. Gemeinsam blickten wir zurück auf die Zusammenarbeit mit Peblar und nach vorn auf die Entwicklungen, die den Lademarkt in den kommenden Jahren prägen werden.
Qualität über alles
Für Eneco eMobility geht es bei der Dienstleistung um mehr als die Ladestation. Gute Hardware ist wichtig, guter Service mindestens genauso. Genau deshalb wird viel Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit gelegt.
Bei einem Netzwerk von rund 80.000 Ladepunkten können Firmware- oder Integrationsprobleme große Auswirkungen haben. Als Product Manager ist Roel direkt daran beteiligt, diese Qualität zu sichern. Firmware-Updates werden vor dem Rollout ausführlich getestet, und wo möglich werden Ladepunkte derselben Marke und desselben Typs auf derselben Firmwareversion gehalten. So lassen sich Probleme schneller erkennen, untersuchen und lösen.
Wenn man Zehntausende Ladepunkte verwaltet, kann eine kleine Änderung große Folgen haben. Deshalb testen wir neue Firmware und Integrationen ausführlich, bevor wir sie für Kunden freigeben.
Von Anfang an gemeinsam entwickeln
Die Zusammenarbeit zwischen Eneco eMobility und Prodrive Technologies, dem Mutterunternehmen von Peblar, begann vor Jahren. Eneco kannte Prodrive bereits als Technologiepartner; zuvor produzierte Prodrive den erfolgreichen Eneco Toon-Thermostat. Als Prodrive später eine neue White-Label-Ladelösung entwickelte, wurde Eneco einbezogen, um Prototypen zu testen und Feedback aus der täglichen Praxis eines CPO zu geben. Eneco eMobility bietet die Ladestation unter dem Namen Connectric an, inzwischen ein wichtiger Teil des Ladeportfolios.
Von Beginn an stand ein Grundsatz im Mittelpunkt: Flexibilität. Laut Roel sollte eine Ladestation nicht von einem bestimmten CPO abhängig sein. Wechselt ein Kunde zu einem anderen CPO, soll die Ladestation hängen bleiben können, ohne dass ein kompletter Austausch nötig ist. Außerdem brachte Eneco Anforderungen rund um Smart-Meter-Integration, Softwareflexibilität und zukünftige Erweiterbarkeit ein. Dank der direkten Zusammenarbeit der Ingenieure beider Organisationen flossen diese Erkenntnisse früh in den Entwicklungsprozess ein.
Intelligentes Laden wird immer wichtiger
Laut Roel verschiebt sich der Lademarkt immer mehr von Hardware zu Energiesteuerung. Netzengpässe, dynamische Strompreise und das Wachstum erneuerbarer Energie verlangen Ladelösungen, die flexibel auf Angebot und Nachfrage reagieren. Mit intelligentem Laden lassen sich Lademomente auf verfügbare Energie und aktuelle Strompreise abstimmen. Nutzer profitieren von niedrigeren Kosten, während das Stromnetz weniger belastet wird.
"Die Herausforderung ist nicht nur, mehr Ladepunkte zu installieren," sagt Roel. "Wir müssen auch intelligenter mit der verfügbaren Kapazität umgehen."
Mitten in der Energiewende glauben Eneco eMobility und Peblar, dass es in Zukunft nicht nur um mehr Ladepunkte geht, sondern vor allem um intelligentere Ladelösungen. Gemeinsam arbeiten sie an einer Ladeinfrastruktur, die für die Herausforderungen von morgen bereit ist.
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